Rette Deine Lieblingsfotos: Fotografieren oder Scannen?

Allgemein gibt es mehrere Methoden, alte Fotos zu digitalisieren:

  1. Mit dem Handy oder einer digitalen Kamera aufnehmen.
  2. Einen speziellen Service verwenden.
  3. Einen Scanner kaufen und selbst zu Hause scannen.

Bevor ich mit dem Digitalisieren meiner Fotos anfing, habe ich zunächst recherchiert, welche dieser drei Methoden am Besten für mich geeignet war. Diverse Faktoren habe ich hierfür in Betracht gezogen: Wie viele Fotos ich digitalisieren möchte, Zustand der Fotos, mit der Digitalisierung verbundenen Kosten, und die Qualität der Digitalisierung.

Rate mal wofür ich mich am Ende entschieden habe?

Um die Antwort herauszufinden, musst du weiterlesen. Ich hoffe, dass du beim Lesen meines Berichts auch an deine eigene Situation und Bedürfnisse denkst, damit du die beste Entscheidung für dich treffen kannst.

Wenn du in der Tat dieselbe Entscheidung wie ich gemacht hast, würde ich es begrüßen, Deine Erfahrungen mit mir zu Teilen. Der Austausch von Wissen und Erfahrung ist eines der Ziele meines Berichts.

Fotografieren?

Viele Leute denken zunächst daran, einfach das Handy oder eine Digitalkamera zu verwenden, doch diese Methode hat einige Einschränkungen.

Diese Methode eignet lediglich für Fotos, die gut erhalten und/oder nicht sehr alt sind. Fotos, die man als Geschenke von Familie und Freunden erhalten hat; von denen du zuvor schon eine digitale Kopie gemacht, diese aber verloren hast, die neu umgewandelt werden müssen. Des weiteren ist diese Methode ungeeignet für viele Fotos, es sei denn du kannst dein Handy ohne Zittern und Wackeln über längere Zeit halten.

Die Digitalisierungsqualität dieser Methode unterliegt Faktoren wie Belichtung, Aufnahmewinkel und Handstabilität. Online hat jemand empfohlen, zwei Lichtquellen (oder Blitzgeräte) mit identischer Helligkeit und Farbtemperatur zu kaufen, um dieses Problem zu lösen. Wie positioniere ich jedoch diese beiden Lichtquellen, um mir für jedes Objekt und für jede Handhaltung die optimale Aufnahme zu geben? Dies scheint mir mehr Aufwand als Ersparnis, ganz zu schweigen von den zusätzlichen Kosten für die Lichtquellen.

Auch wenn man diese Einschränkungen ignoriert, sehen die Aufnahmen meist schlechter als das Original aus. Nur mit viel Mühe und Aufwand können die Aufnahmen beschränkt nachbearbeitet werden. Die meisten Apps bieten nur grundlegende Funktionen wie Zuschnitt oder kosmetische Filtereffekte.

Die Fotos, die am meisten Rettung benötigen, sind nicht die Fotos der letzten Wochen und Monate: es sind die Fotos der Eltern und Großeltern, die Gefahr laufen, Aufgrund von Alter und Aufbewahrungszustand unwiederbringbar verloren zu gehen. Wenn du wie ich in den 50- oder 60-ern geboren wurdest und durch deine alten Fotos deine Jugend neu erleben möchtest, ist diese Digitalisierungsmethode absolut ungeeignet.

Service verwenden?

Einige Fotostudios bieten auch die Digitalisierung alter Fotos als Service an. Der Zeitersparnisvorteil ist offensichtlich, doch diese Methode hat einige andere Nachteile.

Kosten: Fotostudios verlangen ca. 0,32 bis 0,92 euro per Foto, Dias kosten noch mehr. Für die Kosten der Digitalisierung sämtlicher Familienfotos kann man sich gleich mehrere Scanner kaufen.

Stapelverarbeitung: Sofern die alten Fotos stets gut aufbewahrt wurden, sind wahrscheinlich diverse Alterserscheinungen sichtbar. Ein profitorientiertes Unternehmen behandelt Deine verblassten, vergilbten, beschädigten Fotos bestimmt nicht mit derselben Sorgfalt und dem Detail, als wenn du selbst Hand anlegen würdest.

Nachbearbeitung: du magst dir die Digitalisierung der Fotos erspart haben, aber was ist mit der Nachbearbeitung? Das Fotostudio gibt Dir deine Fotos auf CDs oder DVDs, aber die Dateinamen werden neutral und bedeutungslos sein. Im schlimmsten Fall musst du jede Fotodatei einzeln öffnen, um Aufnahmedatum und Ereignis bestimmen und auf der CD oder DVD vermerken zu können. Wenn du die Bilder von der CD oder DVD kopierst, brauchst du noch spezielle Software, um die Dateinamen mehrerer Dateien auf einmal ändern zu können.

Verlust der Privatsphäre: Sofern das Fotostudio einen vollautomatisierten Prozess besitzt, um Fotos zu digitalisieren, ist es unvermeidbar, dass Deine Fotos von Fremden gesehen werden. Hinzu kommt, dass die wertvollen Familienfotos per Post oder Kurierdienst gesendet werden müssen. Was ist, wenn die Fotos beim Versand verloren gehen oder beschädigt werden?

Selbst scannen

Nach Abwägung der Vor- und Nachteile der diversen Methoden habe ich mich für den Kauf eines Scanners entschieden, um die Fotos selbst zu digitalisieren. Ich bin mit dem Ergebnis äußerst zufrieden.

Im Gegensatz zum Handy ist der Scanner in der Lage, selbst kleinste Details zu erfassen, und ich brauche nicht auf Belichtung, Aufnahmewinkel und Handstabilität achten. Die gescannten Fotos sehen zudem noch besser aus als die Originale, worauf meine Frau erstaunt fragte, ob der Scanner denn einen Schönheitsfilter verwende. Sie könne sich gar nicht daran erinnern, das die Fotos so gut aussahen.

Verglichen mit dem Service und in Anbetracht meines Artikels PSP Fotoorganisierungstips, kann man das Scannen zu Hause als eine Art Familienaktivität betrachten. Man kann Erinnerungen und Erfahrungen teilen. Zudem noch eine Menge Geld sparen.

Wie wähle ich den richtigen Scanner aus?

Soll ich einen Scanner kaufen, oder einen Multifunktionsdrucker mit integriertem Scanner?

Nach etwas Recherche habe ich mir den Plustek ePhoto Z300 gekauft. Am Anfang hat mich vor allem sein Äußeres angezogen. Ich wusste gar nicht, dass Scanner so modern aussehen können! Nachdem ich auf der Shopping Webseite über den Scanner gelesen habe, bin ich auf die Herstellerseite gegangen, um mehr über den Scanner zu erfahren. Dort habe ich mir das Präsentationsvideo angesehen und über die Eigenschaften gelesen. Diese versprachen intuitive Bedienung und schnelle Scangeschwindigkeit. Den Kauf habe ich bis heute noch nicht bereut!

Sicherlich hast du schon von “Idiotensicheren Kameras” gehört?

Der Plustek ePhoto Z300 ist ein idiotensicherer Scanner. Ich brauche nur ein Foto oder ein Bild in den Scanner legen, und schon erscheint ein schönes Bild auf deinem Bildschirm. Dies hat mir immens Zeit beim Scannen gespart, sodass ich mich mehr auf die Nachbearbeitung und das Organisieren der Bilder konzentrieren konnte. Ich konnte meiner Frau sogar das Scannen ihrer eigenen Fotos überlassen, so intuitiv und einfach zu bedienen war der Scanner!

Weil meine Erfahrung mit diesem Scanner so positiv war und mich Design und Produktqualität der Firma Plustek überzeugt haben, habe ich mir anschließend noch den OpticFilm 135 gekauft, mit dem ich meine Dias und Negative scannen kann. Hast du noch die Negative deiner Fotos, rate ich auf jedem Fall die Negative zu scannen. Die Fotoabzüge wurden schließlich aus den Negativen entwickelt. Auch dieser Scanner ist intuitiv zu bedienen und schnell beim Scannen, sodass ich neben meinen eigenen Fotos und Negativen zusätzlich auch die meiner Brüder und Schwester gescannt habe. Für nichts auf dieser Welt würde ich die Gelegenheit verpassen, unsere gemeinsamen Erinnerungen für die Ewigkeit zu erhalten.

Nachdem ich nun etwas Erfahrung mit Scannern habe, möchte ich hier meine Kauftipps und -tricks teilen:

  • Wie eine idiotensichere Kamera sollte der Scanner intelligent und automatisch arbeiten können. du solltest einfach ein Foto einlegen und ein hübsches Bild erhalten können. Das spart Zeit und Arbeit.
  • Neben TWAIN-Standard sollte der Scanner noch über eine andere Benutzeroberfläche verfügen. Sofern du ein Programmierer bist oder viel Zeit damit verbringen möchtest, diverse Fachbegriffe zu lernen, bieten dir TWAIN-Scanner nur Ärger.
  • Verwende nicht Scanner mit herkömmlichen Papiereinzug! Die automatischen Papiereinzüge herkömmlicher Scanner sind nur für Papierdokumente geeignet und können deine Fotos im schlimmsten Falle zerstören!
  • Spare nicht am falschen Platz! Der Kauf eines günstigeren und preiswerteren Scanners ist natürlich verlockend, doch meist ist die Scanqualität das Erste, das unter den Sparmaßnahmen leidet. Die Qualität unserer Computerbildschirme schreitet stetig voran, und du wirst schnell bereuen, dass du bei der Scanqualität des Scanners gespart hast!
  • Der Scanner sollte Fotos mit einer Länge von bis zu 30cm scannen können (Längsseite A4).

Natürlich musst du nicht unbedingt den selben Scanner wie ich kaufen, es steht dir frei den für deine Bedürfnisse und dein Budget richtigen Scanner zu finden. Doch wenn dir dieser Artikel wie mir dabei geholfen hat, einen hochqualitativen und dennoch preiswerten Scanner zu finden, hat sich das Schreiben des Artikels für mich schon gelohnt.

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